Synthol - Beschreibung, Dosierung, PCT

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SchwachSuper 

55cm, 60cm, 65cm oder gar mehr Oberarmumfang sind heutzutage im Kraftsport und Bodybuilding keine Utopie mehr. Kein anderer Muskel steht für mehr Männlichkeit als der Bizeps. Somit nimmt es auch kein Wunder, dass viele Bodybuilder versuchen, diesen relativ kleinen Muskeln so groß wie möglich zu bekommen. Dabei schießen jedoch einige übers Ziel hinaus.
Angefangen hat die Oberarmmanie Anfang der 90er mit einem bekannten Kraftsportler aus unserem österreichischen Nachbarland, der zu diesem Zeitpunkt die wohl größten Oberarme der Welt besaß. Das Maßband zeigte 64cm an, ein Oberarmumfang, der bis dahin unerreicht war. Zwar wurde seitens dieses Athleten immer wieder betont, dass er lediglich mit der Genetik für einen solchen Arm ausgestaltet sei und er zudem ein genauestens abgestimmtes Training befolgen würde Doch mittlerweile ist das Geheimnis hinter diesen, damals unerreichten, Oberarmen gelüftet: Injizierbares Öl!

Mittlerweile wird selbiger Brauch von immer mehr Bodybuildern und KraftSportathleten praktiziert, was nicht zuletzt ein Blick auf die Mr. Olympia Bühne beweist. Es fällt leichter, die mit Synthol aufgespritzten Athleten aufzuzählen, als diejenigen, die keines verwenden. Genetische Defizite werden hier verzweifelt versucht zu kaschieren, doch in den meisten aller Fälle erreicht der Anwender das genaue Gegenteil. Ein mit öl aufgespritzter Muskel verliert in der Regel seine Form, seine Muskulösität sowie Definition und wirkt wie ein großer, plumper Klumpen, ohne Details und Einschnitte. In der Zwischenzeit geht dieser Wahn gar soweit, dass fast gar kein Muskel mehr ausgelassen wird. Während einige Athleten sich auf den Bizeps und Trizeps beschränken, gehen andere ein Stückchen weiter und „verbessern" ihre Schultern, Waden, Brust und sogar Oberschenkel, wie vor einigen Jahren ein britischer Mr. Olympia Teilnehmer zeigte. Die Grenzen werden immer weiter überschritten und das Ergebnis gleicht einer totalen Freakshow. Nicht mehr zueinanderpassende Körperteile kommen zum Vorschein, schwammig aussehende und wie Speck glänzende Beulen erinnern eher an überdimensionale Mückenstiche. Bizepsspitzen, die beim Anspannen bis hin zum Handgelenk reichen, animieren den Betrachter nur noch zum Kopfschütteln. Es drängt sich die Frage auf, wie weit eine solche Praktik überhaupt gehen darf. Solange die Kampfrichter mit Synthol hochgespritzte Bodybuilder beim Wettkampf nicht abwerten, bleibt es letzten Endes jedem Athleten selbst überlassen, sich seine eigene Grenze zu setzen. Wer injizierbares Öl anwendet, sollte allerdings vorher über mögli¬che Risiken und die optimale Anwendung aufgeklärt sein.
Die potentiellen Nebenwirkungen einer Syntholanwendung sind vielschichtig und reichen von Nervenschädigungen durch Injektionen in besonders sensible Regionen (z. B. den Bizeps), über Lungenembolien bis hin zu Abszessen, die unter Umständen ein Herausschneiden des infizierten Gewebes notwendig machen. Da kaum ein Bodybuilder eine medizinische Grundausbildung genossen hat, wissen die meisten nicht, wo wichtige Nervenbahnen entlang führen und können daher beim Injizieren durchaus einen Nerv verletzen. Im besten Fall leidet der Athlet danach für einige Tage oder Wochen unter einem Schmerz oder Taubheitsgefühl. Im schlimmsten Fall allerdings können die Nerven derart beschädigt werden, dass der betroffene Teil für immer paralysiert bleibt und die umherliegenden Muskelfasern absterben. Was den meisten Athleten völlig unbewusst ist. dass ein regelmäßiges. wiederholtes Injizieren von erheblichen Synthol-mengen in immer denselben Muskel zu einem langsamen Absterben von gesunden Muskelfasern führt.
Solange das Synthol im Muskel verbleibt, fällt einem das gar nicht auf. Erst wenn der Athlet mit den Syntholinjektionen aufhört und der Körper das eingespritzte Öl langsam abbaut, wird das ganze Desaster voll offensichtlich. Der Muskel ist kleiner als zuvor, weniger funktionstüchtig und kann auf Grund der zurückgebildeten Muskelfasern in seiner Form für immer verändert sein. Bestes Beispiel ist der Trizepsmuskel. Ein normaler, bis fast zum Ellenbogen reichender Trizpes-muskelansatz verkürzt sich durch die Syntholinjektionen und der Trizepsmuskel erscheint nun höher liegend, d.h. es klafft eine größere Lücke zwischen Ellenbogen und Trizepsmuskelansatz. Selbiges Missgeschick kann beim Bizeps passieren.
Jede Injektion birgt die Gefahr eines Abszesses in sich. Selbst bei Ärzten und Doktoren, die in der Regel überaus sauber und anuseptisch arbeiten, kann so etwas passieren. Werden allerdings hohe Mengen in häufig kurzen Abständen in denselben Bereich injiziert, steigt diese Gefahr wesentlich an. Hat sich erst einmal ein Abszess gebildet, hilft bei Früherkennung für gewöhnlich die Behandlung mit starken Antibiotika. Eine Abszessbildung kündigt sich mit Erhitzen der Einstichstelle und Druckempfindlichkeit an. Konsultiert der Athlet allerdings zu spät einen Arzt und ist das umliegende Gewebe schon mitinfiziert, hilft nur noch das Herausschneiden, was in unschönen Löchern und schlussendlich vollkommen deformierten Muskeln endet.
Wird Synthol versehentlich in ein Blutgefäß injiziert, treten unter Umständen noch fatalere Nebenwirkungen auf. Das injizierte Öl kann dabei zur Lunge transportiert werden und eine Lungenembolie auslösen. Wird es zum Herzen transportiert. mündet dies in einem Herzinfarkt. Im Gehirn löst es unter Umständen einen Schlaganfall aus. Alle drei Möglichkeiten können tödlich enden! Bei einem bekannten Profi-Bodybuilder wurde vor Jahren die Diagnose gestellt, dass das Synthol aus seinem Arm Richtung Herz gewandert ist. Den meisten Bodybuildern sind solche Gefahren aber egal, wie die vielen Beispiele auf so ziemlich jeder Wettkampfbühne immer wieder beweisen. Sie gehen jedes Risiko ein. nur um einen Platz besser bewertet zu werden, um einmal mehr in einer Bodybuilding-Zeitschrift abgebildet zu sein, oder um schlicht und einfach ihr Ego zu pushen.
Doch was genau ist Synthol nun? Synthol besteht in der Regel aus drei Zutaten - Öl, Benzylalkohol und Lidocain. So zumindest lautet die Originalformel von Christopher Clark, dem Erfinder des Synthols. Anfang der 90er suchte dieser Mann nach einer Möglichkeit, um Muskeln lokal und permanent zu vergrößern. Er entwickelte daraufhin „Synthol". Zwar stellte er kurz darauf fest, dass dieser Name bereits ein geschütztes Warenzeichen war, doch dieser Umstand stellte für sein Unternehmen kein Hindernis dar. So benannte er seine Formel postwendend in „Pump'n Pose" um und brachte damit im Kraftsport und Bodybuilding ein Stein ins Rollen. Der ursprüngliche Name „Synthol” blieb jedoch an seinem Produkt hängen und heutzutage benutzt jeder dieses Wort, der von injizierbarem öl spricht. Clark stieß mit seiner Erfindung auf eine Goldmine, gab es doch tausende Bodybuilder, die mit dem Umfang ihres Oberarms, ihrer Waden oder ihrer Schultern unzufrieden waren und nach einer schnellen Lösung suchten. Clarks Pump'n Pose ist bis heute vielfach kopiert worden. Speziell in Amerika gibt es viele verschiedene Produkte, die sich in der Zusammensetzung allerdings weitestgehend gleichen.
Zusammensetzung pro 100ml:
•    85% Öl (in der Regel MCT-ÖI. da dies die besten Ergebnisse verspricht)
•    7,5% Lidocain (Schmerzstiller)
•    7,5% Benzylalkohol (zum Sterilisieren der Mischung)
Diese Mischung wird tief intramuskulär in die gewünschte Körperpartie appliziert. Dabei verkapselt sich das injizierte öl mit den Muskelfaszien. Aussagen, dass das Öl jahrelang in der Muskulatur verbleibt, sind allerdings falsch. Etwa 30% des injizierten Öls werden innerhalb der ersten vier Wochen vom Körper metabolisiert und wieder abgebaut. Die restlichen 70% verweilen allerdings für mehrere Monate zwischen den Faszien und dem Narbengewebe.
Dosierung und Einnahme
In der Praxis wird Synthol täglich in den selben Muskel injiziert. Die Anwendungsdauer richtet sich nach dem Ziel des Einzelnen. So kann diese von mindestens 3 Wochen bis hin zu 2-3 Monaten reichen.
Dabei wird in der Regel mit 1 ml injizierbarem Öl pro Muskelkopf und Tag begonnen. Der Athlet sollte dabei Acht geben, dass er gleichmäßig in jeden einzelnen Muskelkopf injiziert, da es ansonsten zu einem asymmetrischen Aussehen kommen kann. Die Dosierung wird in der zweiten Woche auf täglich 2ml erhöht, um in der dritten Anwendungswoche dann das tägliche Injektionsvolumen erneut um einen Milliliter, auf 3ml/Tag anzuheben. Nach vier Wochen ist am Oberarm, sofern in Bizeps und Trizeps gleichermaßen injiziert wurde, mit einem Umfanggewinn von rund 3-5cm zu rechnen. Eine 100ml Flasche Synthol kann demnach aus einem 45er Oberarm fast einen 50er machen. Allerdings sollte der Athlet dabei immer im Hinterkopf behalten, dass ein gut definierter 45er Oberarm weitaus imposanter erscheint, als ein schwammiger, mit Synthol behandelter 50er Oberarm
Wichtig: Nach jeder Injektion sollte der betroffene Bereich intensiv massiert werden, um das Bilden von Klumpen zu verhindern. Desweiteren hat es sich als empfehlenswert herausgestellt, kurz vor dem Training zu injizieren und den jeweiligen Muskel anschließend mit ein paar leichten, wiederholungsintensiven Sätzen zu bearbeiten. Das dabei verfolgte Ziel ist das Aufpumpen des Muskels, was ebenfalls eine gleichmäßige Verteilung des Öls unterstützt. Um das Aufkommen von Narbengewebe so gering wie möglich zu halten, sollten Insulinnadeln verwendet und langsam injiziert werden. Zum Halten der erzielten Ergebnisses wird eine wöchentliche Injektion von 2-3ml vorgenommen.
Absetzen
Ein spezielles Absetzprogramm ist bei Synthol nicht erforderlich.

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