ICH HABE VOR EINEM JAHR MIT DEM TRAINING BEGONNEN UND MÖCHTE BALD WIE EIN RICHTIGER PROFI-BODYBUILDER AUSSEHEN. WAS SOLL ICH NEHMEN UND WIEVIEL
- Post 20. August 2015
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Diese Frage ist zu allgemein, um sie beantworten zu können. Der zu erwartende Zuwachs hängt von vielen Faktoren ab. Neben der Genetik spielen das Training und die Ernährung eine mitentscheidende Rolle. Wenn man während der Einnahme wie ein Spatz isst oder nur halbherzig trainiert, dann wird man nicht mit den bestmöglichen Zuwächsen belohnt.
Sicherlich braucht man sich nicht, wie in früheren Jahren bei Massekuren üblich, mit allem, was einem in den Weg kommt, vollzustopfen. Man muss allerdings unbedingt auf eine aus-reichende Protein- und generell Nährstoffversorgung achten. Mindestens 3-4g Protein pro Kilogramm Körpergewicht und Tag sollten es schon sein. Wer sich lediglich an die von vielen empfohlenen täglichen 2g Protein pro kg Körpergewicht hält, wird keine optimalen Fortschritte machen. Es ist besser, diese Proteinmenge zu verdoppeln und im Zweifelsfall die Kohlenhydrataufnahme etwas zu reduzieren. Die Kohlenhydrat-zufuhr sollte man generell so gestalten, dass man weder zu schnell zunimmt, noch unter seinem Bedarf bleibt. Über-schüssige Kohlenhydrate wandern ohne gleichzeitige Wachstumshormongabe direkt ins Fettdepot, fehlende Kohlenhydrate wirken sich negativ aufs Energieniveau und das Muskelvolumen aus.
Ein Faktor, der bei der Nährstoffzufuhr gerne übersehen wird, ist die Fettzufuhr. Sicherlich steigt bei hoher Fettzufuhr die
Kalorienbilanz und somit die Gefahr, an Fett zuzunehmen. Allerdings sollte man beachten, dass Fette zur Hormonproduktion benötigt werden und einige Vitamine nur in Anwesenheit von Fett vom Körper auf genommen werden können. Außerdem hat sich in der Praxis gezeigt, dass eine niedrige Fettzufuhr auch gleichzeitig einen Kraftverlust mit sich bringt.
An zweiter Stelle steht das Training. Ohne Muskelüberlastung kein Wachstumsreiz. Wichtig ist in erster Linie, dass intensiv mit Grundübungen trainiert wird. Wer nach einem 08/15-Mus- ter hauptsächlich an Maschinen arbeitet und den Satz beendet, bevor der Muskel auch nur annähernd erschöpft ist, darf mit nur einem sehr verhaltenen Wachstum rechnen. Genauso kontraproduktiv ist ein Training, bei dem man bei jedem Satz bis zur Muskelerschöpfung geht und anschließend noch mehrere erzwungene oder negative Wiederholungen anhängt. Weder zu lasches noch zu extremes Training sind beim Muskelaufbau von Vorteil. Bei einem zu leichten Training stößt man erst gar nicht in den Bereich vor, in dem Muskelwachstum stimuliert wird, während man bei einem zu intensiven Training zuviel des Guten tut und die Muskulatur und das Zentrale Nervensystem zu stark beansprucht, was früher oder später in Verletzungen, Übertraining und einem Ausbrennen resultiert. Daher sollte man stets den goldenen Mittelweg finden.
